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S&P stuft 34 italienische Banken ab

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11. Februar 2012

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S&P stuft 34 italienische Banken ab

Die US-Rater von S&P senkten den Daumen für 34 italienische Banken. Grund sind die eigenen Regeln für Ratings. Mario Monti beruhigt.

Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s stufte zum Wochende die Bonität von 34 italienischen Banken herab. Davon betroffen sind die Großbanken UniCredit, Intesa Bank, Banca Nazionale del Lavoro und Mediobanca. Das Rating wurde auf BBB+ mit negativem Ausblick reduziert. Nur drei der von S&P bewerteten italienischen Banken behielten ihr Rating. Die Herabstufung kam für Marktbeobachter nicht unerwartet: Am 13. Januar 2012 hatte die Ratingagentur die Kreditwürdigkeit Italiens und anderer Eurostaaten um zwei Stufen gesenkt. Italien wird statt mit A bei der langfristigen Bonität mit der Note BBB+ geführt. Auf eine Herabstufung eines Staates folgt meist wenige Tage später die Herabstufung von Banken und staatlichen Unternehmen, die den Kapitalmarkt zur Kreditaufnahme nutzen. Die Banken müssen bis Juni 2012 wegen ihrer hohen Bestände an Staatsanleihen ihre Kapitalbasis stärken und haben bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Regierungschef Mario Monti erhielt die Information ausgerechnet am Tag seines Antrittsbesuchs bei Barack Obama in Washington. Beide Staatslenker wirkten sehr entspannt.

Wichtig für Anleger: S&P hatte neben Italien die Bonität Spaniens, Portugals und Zyperns um jeweils zwei Stufen und Frankreich, Österreich, Slowenien, die Slowakei und Malta jeweils eine Stufe herabgesetzt.

 

 

 

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Der Autor

Thorsten Cmiel

Thorsten Cmiel ist Chefredakteur von Investment Alternativen. Der studierte Ökonom ist seit über 15 Jahren als Finanzjournalist und Buchautor tätig.