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Sinninvestments – Tricksereien mit dem guten Gewissen?

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3. April 2013

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Sinninvestments – Tricksereien mit dem guten Gewissen?

Die Enthüllungsplattform GoMoPa sieht ehemaligen Geschäftsführer von Sinnvestments unter Betrugsverdacht. Das geht aus einer Pressemeldung von GoMoPa hervor.

Gerne legen Anleger ihr Geld sinnvoll an. Grüne Investments ziehen aber auch immer wieder Nepper an, die sich diese Anlegerstimmung und die Bereitschaft, Geld in grüne Investments zu stecken, zunutze machen. Die Berliner Sinninvestments GmbH könnte solch ein Unternehmen sein, wie GoMoPa in einer Pressemeldung berichtet. Aber nicht nur die Anleger wurden offenbar getäuscht, sondern auch das Unternehmen selbst. Eine weitere unglaubliche Geschichte aus dem Reich der Nepper, Schlepper und Bauernfänger.

„Statt von Anlegergeldern Energiesparbirnen für Straßenlampen zu kaufen, die man an Kommunen vermieten könnte, stopften sich die Manager wohl nur die Taschen voll, was nun die Staatsanwaltschaft auf den Plan rief.

Als im Oktober 2011 mit Sinnvestments Management GmbH in Berlin ein Emissionshaus gegründet wurde, das in erneuerbare Energien und die Sanierung von kommunalen Beleuchtungsanlagen investieren wollte, war noch nicht absehbar, dass kaum eineinhalb Jahre später die Deutsche Energie Finanz aus Hamburg die Zeche zahlen muss. Die Sinnvestments-Geschäftsführung zeichnete sich vor allem durch Naivität und Selbstbedienungsfreude aus.

Die Sinnvestments Management GmbH sowie die Sinnvestments Verwaltungs GmbH wurden am 18. November 2011 in Berlin mit Sitz in der Katharinenstraße 9 gegründet. Muttergesellschaft von beiden ist die Profi Consulting Limited mit Sitz in Großbritannien, augenscheinlich eine Briefkastenfirma. Die Sinnvestments Management wurde als Komplementärfirma der aufgelegten Fonds eingesetzt, die Fonds sollten in erneuerbare Energien und in bis dato neues Geschäftsmodell investieren: in die Sanierung von Beleuchtungselementen in Straßen und in öffentlichen Gebäuden in Kommunen. Die Idee bestand darin, mithilfe der Anlegergelder die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf unter anderem kostensparende, umweltfreundliche und langlebige LED-Technik vorzunehmen. Die Kommunen „mieten“ diese neu eingebaute Technik und bezahlen die Miete aus den eingesparten Energiekosten.

Die Kommunen sollten sich so die EU-geforderte Umrüstung auf stromsparende Technik ohne finanziellen Mehraufwand leisten können und die versprochene Rendite für Anleger aus den Mieteinnahmen ausgeschüttet werden. Dafür wurden etwa 2 Dutzend Anleger gefunden, die insgesamt rund 800.000 Euro investierten…“

Mehr dazu findet man hier.

Im Internet findet man zurzeit folgende Mailadresse ohne Impressum oder sonstige Nutzerhinweise. Wir finden: Alles sehr undurchsichtig.

Artikelbild: Verbraucherzentrale Bundesverband. Foto Recht.
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Der Autor

Thorsten Cmiel

Thorsten Cmiel ist Chefredakteur von Investment Alternativen. Der studierte Ökonom ist seit über 15 Jahren als Finanzjournalist und Buchautor tätig.