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ActiveTrades: Zwischen Volatilität und Zinssteigerung auf den Rohstoffmärkten

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14. Dezember 2015

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ActiveTrades: Zwischen Volatilität und Zinssteigerung auf den Rohstoffmärkten

Nach Mario Draghis Ausführungen bleibt die makroökonomische Großwetterlage mit vielen negativen Vorzeichen behaftet und die Märkte weiterhin sehr volatil.

Die Situation in China ist derzeit kritisch und belastet die Weltwirtschaft. So fielen die Exporte bereits den fünften Monat in Folge. Das schwache Wachstum und die enttäuschenden Außenhandelsdaten der chinesischen Supermacht haben enorme Auswirkungen auf die Rohstoffpreise. Überkapazitäten und mangelnde Nachfrage verschärfen den Preisdruck an den den internationalen Rohstoffmärkten.

„Die Zinssteigerung verteuert außerdem die Finanzierung neuer Anlagen immer weiter. Das hat einen negativen Einfluss auf die Nachfrage der Rohstoffe Kupfer und Stahl, die in diesem Bereich benutzt werden.“

Gold. Im Jahr 2011 stand der Goldpreis noch bei ca. 2.000 Dollar je Unze. Diese Zeiten sind leider vorbei. Nun liegt der Preis für das gelbe Metall unter 1.100 Dollar pro Unze. Der Goldpreis bewegte sich zwar in den ersten Stunden nach den Anschlägen in Paris nach oben, doch danach ist der Trend erneut gefallen, beeinflusst von einem starken Dollar und der Perspektive einer Zinssteigerung in den USA. Insgesamt sieht die Situation ziemlich schlecht aus. In den letzten 18 Monaten haben die Unternehmen es außerdem geschafft, die Produktionskosten zu minimieren, von etwa 1.000 Dollar pro Unze im Jahr 2013 auf knapp 900 Dollar 2014. Für Investitionen in Gold sieht De Casa daher keine große Gewinnperspektive.

Silber. Silber ist einer der Rohstoffe, der in den letzten Jahren am deutlichsten gelitten hat. Seit 2011 hat Silber etwa 70 Prozent seines Wertes verloren. Nach einem Hoch im Jahr 2011 mit einem Wert von 50 Dollar pro Unze sank er auf etwa 14 Dollar pro Unze. Silber entwickelte sich in der letzten Zeit deutlich schwächer als Gold und koppelte sich mit seiner Entwicklung eher an die Industriemetalle. Mittlerweile hat sich eine Gold-Silber-Ratio von fast 80 aufgebaut. Im gesamten Metallsektor steigt das Angebot und das führt dazu, dass die Marktpreise unter Druck geraten.

Kupfer. Man kann sagen, dass hier etwas schiefgegangen ist: Kupfer fiel auf ein Sechs-Jahres-Tief und erreichte mit ca. 4.500-4.600 Dollar je Tonne einen der niedrigsten Preise überhaupt. Grund dafür sind ein starker Dollar und eine sinkende Nachfrage aus der wichtigen chinesischen Wirtschaft, die besonders im November deutlich zurückging. Es bleiben viele Fragen offen und es entstehen Zweifel daran, dass China bis 2016 die selbst gesetzten Wachstumsziele erreichen kann.

Stahl. Es ist eine schwierige Situation: China erlebt gerade eine Phase der Überproduktion. Das Land ist mittlerweile zum Exporteur aufgestiegen, doch die Nachfrage, die in den 1990er Jahren kontinuierlich stieg, ist 2015 deutlich gesunken.

Platin und Palladium. Durch die Anhebung der Zinsen durch die Federal Reserve Bank in den USA und den starken Dollar, hat Platin an Wert verloren. Der Preis ist mit knapp 900 Dollar so niedrig wie seit 2008 nicht mehr. Dazu spielt der VW-Skandal eine wichtige Rolle: Sowohl Platin als auch Palladium werden in der Produktion von Autos genutzt. Der Fahrzeugkatalysator besteht hauptsächlich aus diesen beiden Komponenten: Platin bei Dieselfahrzeugen (über 40% der internationalen Nachfrage wird für die Produktion von Dämpfern eingesetzt) und Palladium für Benziner und Elektrofahrzeuge. Deshalb sollte der Preisverfall des Platins nicht wundern. Im Gegenteil dazu stieg das Palladium von 520 Dollar je Unze (Minimum Ende August) bis auf 700 Dollar. In den letzten Monaten zeigte das Metall jedoch wieder einen Trend nach unten.

 

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