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ifo-Geschäftsklimaindex sinkt im September erneut

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24. September 2012

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ifo-Geschäftsklimaindex sinkt im September erneut

Erneut gab der ifo-Geschäftsklimaindex für die deutsche gewerbliche Wirtschaft nach. Die Erwartungen verzeichneten bereits den fünften Rückgang in Folge.

Die vom ifo-Institut befragten Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage erneut weniger zufrieden als im Monat zuvor. Auch der Ausblick lässt sie pessimistischer in die Zukunft schauen. Die Konjunkturforscher folgern aus den Eregbnissen: „Die bremsenden Einflüsse auf die Konjunktur dominieren weiterhin“.

Im Vormonat hatte sich das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe noch leicht erholt. Im September kühlte es wieder deutlich ab. Zwar wird die aktuelle Lageeinschätzung von den befragten Unternehmern erneut zurückhaltender beurteilt, dennoch befindet sie sich immer noch klar über dem langfristigen Durchschnitt.

Die Erwartungen messen den Ausblick auf die nächsten sechs Monate. Diese fielen erneut deutlich negativ aus und befinden sich seit fünf Monaten auf Tauchgang. Selbst der Ausblick für das Exportgeschäft setzte den leicht negativen Trend vom Vormonat fort.

Beim Handel hat sich das Geschäftsklima hingegen erholt. Der Einzelhandel berichtete sogar von einer besseren Geschäftslage, während die Erwartungen nur marginal pessimistischer beurteilt werden. Im Großhandel sind die gleichen Tendenzen zu beobachten, jedoch in stärkerer Ausprägung. Die befragten Großhändler waren deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch hier sind die Aussichten für die nächsten sechs Monate weiterhin eingetrübt.

Im Bauhauptgewerbe sank der Geschäftsklimaindikator erneut. Die aktuelle Geschäftslage wird weniger gut beurteilt als im Vormonat. Aber insbesondere mit Blick auf die kommenden sechs Monate zeigten sich die befragten Bauunternehmen pessimistischer.

Immerhin: Der ifo-Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe steigt im September nach drei Rückgängen leicht. Die aktuelle Geschäftslage wurde etwas besser bewertet und die Erwartungen blieben leicht optimistisch. Auch die geplante Entwicklung des Personalbestandes weist nach Auffassung von Professor Hans-Werner Sinn weiterhin auf eine moderate Aufstockung hin. Das ergab der ebenfalls Montag veröffentlichte ifo-Konjunkturtest für Dienstleistungen.

 

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Das ifo Geschäftsklima basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit „gut“, „befriedigend“ oder „schlecht“ und ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monaten als „günstiger“, „gleich bleibend“ oder „ungünstiger“ kennzeichnen. Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „gut“ und „schlecht“, der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „günstiger“ und „ungünstiger“. Das Geschäftsklima ist ein transformierter Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Zur Berechnung der Indexwerte werden die transformierten Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2005 normiert.[/box]

Artikelbild: ifo-institut Rückseite, copyright ifo-Institut.
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