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Euroraum meldet 18,8 Millionen Arbeitslose

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8. Januar 2013

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Euroraum meldet 18,8 Millionen Arbeitslose

Im Euroraum sind 18,8 Millionen Menschen ohne Arbeit. Besonders Jüngere und Südeuropäer sind betroffen. Österreich und Deutschland geben das Kontrastprogramm dazu.

 

AL-Quote. Quelle PM: Eurostat.

AL-Quote. Quelle PM: Eurostat.

Die Wirtschaftskrise hat die Arbeitslosigkeit im Euroraum auf einen neuen Rekord getrieben. Im November waren in den 17 Euro-Ländern 18,8 Millionen Menschen ohne Beschäftigung, meldete die europäische Statistikbehörde Eurostat. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 11,8 Prozent, 113.000 mehr als im Vormonat. Zuletzt beschleinigte sich in den Ländern der Gemeinschaftswährung die Arbeitslosigkeit im Vergleich zur gesamten EU. Erkennbar ist das im Chart an den auseinanderlaufenden Kurven.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um mehr als zwei Millionen. Die höchsten Arbeitslosenanteile meldeten Spanien (26,6 Prozent) und Griechenland (26 Prozent im September). In den Krisenländern stiegt die Zahl der Arbeitslosen rasant: In Griechenland nahm die Quote zwischen September 2011 und September 2012 um 7,1 Prozentpunkte zu. Zypern legte bei der Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres um 4,5 Prozentpunkte zu (14 Prozent im November). In Spanien betrug der Anstieg 3,6 Prozentpunkte.

Deutschland gehörte mit 5,4 Prozent zu den Ländern mit der niedrigsten Quote. Die anteilig wenigsten Arbeitslosen hatte Österreich (4,5 %). In Luxemburg (5,1%) und den Niederlanden (5,6%) sind es weniger als sechs Prozent.

Besonders hart trifft die Krise junge Menschen. Fast jeder Vierte unter 25 Jahren (24,4 %) war im Euroraum ohne Arbeit. Jeder zweite jüngere Arbeitnehmer in Spanien und Griechenland ist arbeitslos. In der Slowakei jeder Dritte. Italien meldete einen Rekord bei der Jugendarbeitslosigkeit im November von 37,1 Prozent.

Artikelbild: Historisches Foto. Arbeitslose in England. Wiki Commons.

 

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Der Autor

Thorsten Cmiel

Thorsten Cmiel ist Chefredakteur von Investment Alternativen. Der studierte Ökonom ist seit über 15 Jahren als Finanzjournalist und Buchautor tätig.