Tuesday, Sep. 29, 2020

Ereignisreiche Woche birgt schwer kalkulierbare Risiken

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13. Juni 2016

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865te Ausgabe der Formationstrader „Sektion US-Märkte & Indizes“

Ereignisreiche Woche birgt schwer kalkulierbare Risiken

S&P 500 Wochenchart (mittelfristig): Mit der Schwäche zum Ende der Handelswoche hinterlässt der S&P500 eine Reversalkerze im Wochenchart, die durchaus ein ernstzunehmendes Warnsignal darstellt. Aufgrund des sehr starken Widerstandsbereiches zwischen 2.111 und 2.135 Punkten wäre es nicht ungewöhnlich, wenn den Bullen die Luft ausgeht. Insbesondere vor der FED Sitzung am kommenden Mittwoch. Bei den Indikatoren, befinden sich das Momentum und die Stochastik im Kaufmodus. Beide Indikatoren unterstützen somit weiterhin die Bullen. Doch sollten die Bullen in der kommenden Woche weiter schwächeln und die Marke von 2.080 Punkten unterschreiten, könnte dies zu Verkaufssignalen bei den Indikatoren führen, und gleichzeitig charttechnisch bedingte Verkäufe auf Tagesbasis auslösen. Den entsprechenden Impuls für die nächste nachhaltige Bewegung bietet dabei die FED Sitzung am kommenden Mittwoch. Solange dabei jedoch die 2.025er Marke nicht unterschritten wird, behalten die Bullen auf „mittelfristiger Basis“ die Oberhand und ein erneuter Angriff auf die 2.135er Marke ist jeder Zeit möglich.  

Der „langfristige Wochentrend“ hingegen bleibt neutral zu bewerten. Erst mit Überschreiten der 2.135er Marke, würde sich der seit 2009 laufende Aufwärtstrend fortsetzen.

S&P 500 Tageschart (kurzfristig): Auf Tagebasis ist der Ausbruch über die 2.111er Marke zunächst gescheitert. Ein schneller Angriff auf die 2.135er Marke ist so eher unwahrscheinlicher geworden. Nur besonders positive Impulse – seitens der FED – könnten den Bullen nochmals die entscheidende Kraft verleihen. Erfahrungsgemäß sorgen jedoch Fehlausbrüche grundsätzlich für eine stärkere Gegenbewegung, so dass der Leitindex durchaus an die 2.071er oder sogar 2.025er Unterstützung abrutschen kann. Genau wie im Wochenchart ist der Bereich zwischen der 2.040er und 2.025er Marke dabei entscheidend. Unterhalb dieses Bereiches würden die Bären das Zepter von den Bullen übernehmen, und es müsste mit einer größeren Korrektur gerechnet werden.

Fazit: Der aktuelle Chart ist weiterhin noch als bullisch einzustufen. Eine Entscheidung über den weiteren Verlauf wird in den kommenden Tagen oberhalb der 2.111 oder unterhalb der 2.080er Marke eingeleitet. Für die seit Mitte Februar laufende Aufwärtsbewegung ist die Unterstützung bei 2.025 Punkten entscheidend. Unterhalb dieser Marke wäre die Aufwärtsbewegung abgeschlossen, und die Bären würden das weitere Marktgeschehen bestimmen. Den entsprechenden Impulsgeber für eine Richtungsentscheidung erwarten wir mit der FED Sitzung am kommenden Mittwoch. Leider sind solche Events immer sehr schwer zu kalkulieren. Sie setzten kurzfristig charttechnische Gesetzmäßigkeiten außer Kraft. Daher bieten sich daraus selten guten Chance/Risiko Verhältnisse. Wir halten uns daher zurück!

DAX Tageschart (kurzfristig): Mit dem starken Einbruch des DAX am vergangenen Freitag, wurde die 10.000er Marke von den Bullen nachhaltig aufgegeben. Die nächste Zielmarke bei 9.750 Punkten ist bereits am Freitag fast erreicht worden. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Zielmarke zum Beginn der kommenden Woche abgearbeitet wird, ist sehr hoch. Gelingt es den Bullen nach einem Test dieser 9.750er Marke nicht das Ruder herumzureißen, ist eine dynamische Abwärtsbewegung bis 9.500 und sogar 9.315 Punkten sehr wahrscheinlich. Bei den Indikatoren befinden sich die Stochastik und das Momentum im Verkaufsmodus. Beide Indikatoren unterstützen damit weiter fallenden Kurse und somit einen Durchbruch unter die 9.750er Unterstützung.

Fazit DAX: Der DAX hat sich vom Verlauf des Leitindex S&P500 abgekoppelt. Das Chartbild ist sehr angeschlagen und der Abwärtsdruck setzt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Beginn der kommenden Woche noch einmal fort. Mit der FED Sitzung werden die Karten dann wieder neu gemischt. Doch Spekulationen darauf bieten kein kalkulatorisch gutes Chance/Risikoverhältnis. Kurzfristig sind weiter fallende Kurse wahrscheinlich! Im Bereich der 9.500 bis 9.300 Punkte könnten die Bullen wieder auf das Paket zurückkehren. Erfahrungsgemäß wird dies aber dann durch Umkehrformationen auf den kleineren Zeitebenen gut angezeigt.  

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag auf dass Ihre Longs steigen und Ihre Shorts fallen! Bleiben Sie uns Formationstrader gewogen…

Silvio Graß

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Über den Autor:

Dipl. Kfm. Silvio Graß ist seit dem Jahre 1999 im professionellen Finanz- und Kapitalmarktumfeld tätig.

Als Strategieentwickler, Trader und ­Portfoliomanager ist sein Anspruch, Mehrwert für Kunden unabhängig von der vorherrschenden Marktphase zu schaffen. Herr Graß ist Spezialist in der Entwicklung von quantitativen Handelsmodellen im Bereich „alternativer Investments“ und war zuletzt viele Jahres als Leiter Portfoliomanagement in der Vermögensverwaltung für langfristge und kurzfristige Investment­entscheidungen verantwortlich. Als Mitbegründer der Formationstrader GbR betreibt er gemeinsam mit Herrn Esnaashari ein Investment und Trader Coaching für private und institutionelle Börsenteilnehmer und ist Geschäftsführer der Nemeios Capital GmbH.

Herr Graß hat ein Studium in Wirtschaftswissenschaften an der School of Economics and Law in Berlin abgeschlossen. Vor der Gründung der ­Formationstrader GbR und Nemeios Capital GmbH war Herr Graß in der Strategieentwicklung und im Handel bei verschiedenen Banken und „Proprietary-Trading“ Unternehmen und zuletzt in einer renommierten Berliner Vermögensverwaltung tätig.

Silvio Grass


Über das Unternehmen:

Formationstrader – der Kanal für regelmäßige Analysen und Erklärungen zum Thema Börse. Die charttechnischen Analysen können sich mit Rohstoffen, Aktien, Währungen oder Indizes beschäftigen. Die Formationstrader bieten ein Ausbildungsprogramm – das Mentorprogramm für aktive Investor, Trader, und Daytrader – an.

Weiter Informationen finden Sie auf der Webseite www.formationstrader.de

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