Tuesday, Jul. 14, 2020

Die erfolgreiche Geldanlage (Basics)

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22. Januar 2012

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Keep it stupid simple: Dieser Grundsatz gilt für die Kapitalanlage mehr als anderswo. Die Finanzbranche bietet oft Komplexität an. Anleger sollten durch eine einfache Produktauswahl gegensteuern. Einige Hinweise.

Die Finanzkrise hat es gezeigt: Zu viele Anleger und Banker haben in Finanzanlagen investiert, die sie nicht verstanden haben. Dennoch bieten Banken den Privatanlegern weiter Produkte an, mit denen die eigenen Experten nicht klar kommen. Denn die Banken organisieren das Spiel und sind selbst als Spieler oft auf der Verliererseite.

Langweilig ist besser als kreativ

Eine Erfolg versprechende Geldanlage für Privatanleger ist nicht kreativ, sondern eher langweilig und nutzt vor allem Instrumente, die stetige Erträge versprechen. Nur so kann der Anleger sicher sein, den Zinseszinseffekt zu nutzen. Produktseitig setzt man am besten auf einfache und verständliche Ideen und Konzepte der Geldanlage. Schnickschnack und die angebotenen Modeerscheinungen sind hilfreich für den Verkauf von Finanzprodukten, aber nicht für den Anleger. Staatliche Anreize sind möglichst zu ignorieren und Steuersparkonzepten sollte kein großer Raum eingeräumt werden.

Realismus statt Luftschlösser

Als ersten Schritt sollte der Geldanleger eine individuelle Finanzplanung vornehmen und dabei von realistischen Annahmen ausgehen. Natürlich muss man die Gesamtheit aller Geldanlagen inklusive Altersversorgung konsolidieren und Entscheidungen immer im Gesamtkontext treffen. Das Erreichen von realistischen Zielen und Zwischenzielen ist regelmäßig zu überprüfen. Falls sich die Kapitalanlage besser oder schlechter entwickelt, sind Anpassungen vorzunehmen.

Transparenz & Flexibilität

Bei der Instrumentenauswahl sollten transparente Konzepte den Vorzug vor designten Finanzprodukten erhalten. Einfachheit und Flexibilität sind zwei wichtige und zu wenig beachtete Anlagekriterien. Langfristige Verträge mit Versicherungen oder anderen Finanzunternehmen sind keine guten Finanzprodukte, da es dabei für Anleger an Reaktionsmöglichkeiten fehlt. So entstehen beim Auflösen von Verträgen hohe Kosten und die Rückzahlwerte von „Monsterversicherungen“ sind meist enttäuschend, da die Provisionen zu einem Großteil zu Beginn der Laufzeit finanziert werden. Immobilien sind nur schwierig zu verkaufen und daher eine zu vernachlässigende Anlageklasse. Das ist auch so, weil viele Anleger mit der eigenen Immobilie ohnehin einen Großteil ihres Kapitals binden.

 

 

 

 

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Der Autor

Thorsten Cmiel

Thorsten Cmiel ist Chefredakteur von Investment Alternativen. Der studierte Ökonom ist seit über 15 Jahren als Finanzjournalist und Buchautor tätig.