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Credit Plus: Aus Angst vor Inflation investieren Deutsche zunehmend in Werthaltiges

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22. März 2013

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Credit Plus: Aus Angst vor Inflation investieren Deutsche zunehmend in Werthaltiges

Repräsentative IPSOS-Umfrage zeigt: Private Haushalte planen in deutlich höherem Maße größere Neuanschaffungen.

Noch nie, seit Beginn der Messung des Verbraucherindexes, war die Bereitschaft zu größeren Investitionen so hoch wie aktuell. Das derzeit sehr niedrige Zinsniveau sowie die Angst vor einer Inflation bewirken, dass die Deutschen in höherem Maße bereit sind, Werthaltiges zu konsumieren, auch wenn ihnen nicht mehr Mittel zur Verfügung stehen als zuvor. Das spiegelt sich im CreditPlus Branchenindex wider, der mit einem Wert von 107 einen neuen Höchstwert erreicht hat. Wie die aktuelle IPSOS-Studie der CreditPlus Bank zeigt, steht bei den Verbrauchern an erster Stelle die Buchung einer größeren Reise, gefolgt vom Möbelkauf und dem Erwerb eines teuren Elektrogeräts. Die Anschaffungsneigung bezüglich eines Autos oder Motorrads ist demgegenüber geringer.

Die Deutschen reagieren auf die Euro-Krise auf ihre ganz eigene Art und Weise: Sie nutzen ihr relativ hohes Anschaffungspotenzial, um es in hochwertige Konsumgüter zu investieren. Dass sich das Konsumklima in Deutschland leicht verbessert, zeigt der CreditPlus-Verbraucherindex. Diese Vergleichsnorm, die zu Beginn der Messungen im Februar 2006 zunächst auf 100 festgelegt wurde, hat sich dieses Jahr im Vergleich zum Februar 2012 um einen Punkt auf 105 erhöht.

Bestimmte Produkte werden mehr als je zuvor gekauft

Der CreditPlus-Branchenindex bestätigt diesen Trend. Er befindet sich im Februar 2013 mit einem Wert von 107 auf dem bisher höchsten Niveau seit Beginn der Messungen. Der CreditPlus-Branchenindex berechnet sich durch die Kombination des Verbraucherindexes mit der Frage nach der Kaufabsicht für bestimmte Konsumgüter. Dadurch lässt sich die Konsumneigung bezogen auf bestimmte Produktkategorien abbilden. Wie die Ergebnisse zeigen, planen die Deutschen beispielsweise mehr große Reisen als je zuvor.

Deutsche vertrauen auf hohen Lebensstandard

Wie im vergangenen Jahr blicken drei Viertel der deutschen Konsumenten zuversichtlich auf die Entwicklung ihres Lebensstandardsin den kommenden Wochen. Der Anteil der sogenannten verhaltenen Optimisten liegt aktuell bei 62 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Februar 2012. Der Anteil der sogenannten uneingeschränkten Optimisten wiederum liegt bei 13 Prozent. Das sind
zwei Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Erwartungshaltung hängt von demografischen Faktoren ab

In Bezug auf die Einschätzung der Entwicklung der eigenen wirtschaftlichen Lage gibt es dieses Jahr keinen Unterschied mehr zwischen Männern und Frauen. Lediglich zwischen den verschiedenen Altersgruppen differenzieren sich die Erwartungen. Während acht von zehn der jüngeren Personen bis 34 Jahre eine optimistische Zukunftsperspektive äußern, macht sich nur bei knapp zwei Drittel der
Älteren ab 55 Jahren eine positive Erwartungshaltung bemerkbar. Auch im Westen ist man nach wie vor optimistischer als im Osten. Das gleiche gilt für Personen mit hohen Einkommen. 87 Prozent der
Befragten, die ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 3.500 Euro und mehr vorweisen können, sind optimistisch eingestellt. Bei Geringverdienern mit bis zu 1.499 Euro Haushaltsnettoeinkommen im
Monat sind es lediglich 56 Prozent.

Unabhängig von den Mitteln wird gern konsumiert

Das Konsumpotenzial definiert sich über die den Konsumenten zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und die Neigung, diese auch zu investieren. Bei der CreditPlus-Befragung wird zwischen vier
Segmenten unterschieden. Dabei zeigt sich, dass der Anteil der Sparer mit Konsummöglichkeiten (35%) um fünf Prozentpunkte gegenüber September 2012 zugelegt hat. Der Anteil finanziell eingeschränkter Konsumenten (41%) hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.
Der Anteil Konsumferner (8%) und uneingeschränkter Konsumenten (15%) geht hingegen um ein beziehungsweise vier Prozentpunkte zurück. Die Mehrheit der Verbraucher hat demnach Lust zu konsumieren – und das unabhängig von den realen Möglichkeiten. Je nach Segment könnte durch neue Kaufanreize, Finanzierungsmöglichkeiten und Förder-möglichkeiten der Konsum nachhaltig gesteigert werden.

Einzelne Gruppen sind besonders kauffreudig

Bei Frauen, Jugendlichen, Ostdeutschen und Verbrauchern ohne Abitur ist die Lust am Konsum besonders stark ausgeprägt. Ähnliches gilt für Verbraucher mit einem geringen und normalen Haushaltsnettoeinkommen von bis zu 2.499 Euro monatlich. Der Anteil der Konsumfreudigen liegt in diesen Gruppen bei 60 beziehungsweise 61 Prozent. Auffällig ist, dass sich Personen mit hohem monatlichem Haushaltsnettoeinkommen beim Einkaufen zurückhalten. Ebenso sinkt die Kauflust mit zunehmendem Alter. Der Anteil der Kauffreudigen in der Altersgruppe über 55 Jahre liegt nur bei 48 Prozent. Das sind 19 Prozentpunkte weniger als bei den Jugendlichen unter 21 Jahren. Bemerkenswerterweise ist die Konsumlust vollkommen unabhängig von den Konsummöglichkeiten. Denn wie die Umfrage zeigt, steht Männern, älteren Menschen, Westdeutschen und Menschen mit Abitur mehr Geld zur Verfügung als Frauen, Jugendlichen, Ostdeutschen und Verbrauchern ohne Abitur.

Die Deutschen haben Geld für ungeplante Ausgaben

Aktuell steht den Verbrauchern, wie schon im Vorjahr, ein vergleichsweise hoher Geldbetrag für kurzfristige, unerwartete Investitionen zur Verfügung. So geben 25 Prozent der Befragten an,
2.500 Euro spontan greifbar zu haben. Nach Geschlechtern aufgeteilt sind das 30 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen. Bei älteren Personen haben 31 Prozent diese Summe parat, bei Jüngeren nur 11 Prozent. Große Unterschiede zeichnen sich in den verschiedenen Einkommensklassen ab. Nur jeder zehnte Geringverdiener kann da mithalten. Bei den Besserverdienenden ist es fast jeder Zweite.

QUELLE: Pressemitteilung Credit Plus.

Artikelbildquelle/- rechte: by Adrian Pingstone, via Wikicommons, siehe Lizensvereinbahrung.
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