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Fonds von der Zeit geprüft: Schwellenländerfonds

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26. Oktober 2012

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Fonds von der Zeit geprüft: Schwellenländerfonds

Haben sich Investments in den Schwellenländern auch tatsächlich gelohnt? Oder schlugen in Wirklichkeit statt der Chancen die überdurchschnittlichen Risiken durch? Die Ratingagentur Scope ist diesen Fragen nachgegangen.

Scope hat die Wertentwicklung sowie das Risiko von Schwellenländerfonds in den vergangenen zehn Jahren betrachtet. Ergebnis: Sowohl Aktien- als auch Anleiheprodukte erwirtschafteten in der mittel- bis langfristigen Betrachtung tatsächlich im Marktdurchschnitt eine überzeugende Performance.

Was für Schwellenländer spricht

Im Vergleich zu den Industrieländern verfügen zahlreiche Schwellenländer über enorme Wachstumschancen. Dazu tragen neben dem Entwicklungsrückstand nicht zuletzt auch niedrige Lohnkosten, ein qualifiziertes Arbeitskräftepotenzial und eine unternehmensfreundliche Wirtschaftspolitik in vielen Emerging Markets-Staaten bei. Vor diesem Hintergrund sollte sich für den heimischen Anleger ein Investment in Aktienfonds mit dem Fokus Schwellenländer lohnen.

Auch auf der Anleihenseite spricht vieles für ein Engagement in diesen Ländern: Das Zins- und Renditeniveau liegt in Schwellenländern deutlich über dem der Industriestaaten. Zugleich verfolgen immer mehr dieser Staaten eine stabilitätsorientierte Geld- und Wirtschaftspolitik. Hinzu kommt, dass gerade in rohstoffreichen Schwellenländern deren Währungen von steigenden Rohstoffpreisen profitieren.

Ergebnisse Aktienfonds

Quelle: Scope Oktober 2012.

Auch in der Praxis haben Schwellenländer-Aktienfonds in den vergangenen zehn Jahren überzeugt. So erzielte die Gruppe „Schwellenländer Global“ im Durchschnitt in diesem Zeitraum eine Performance von attraktiven 11,7 Prozent p.a., während Fonds der Ausrichtung „Aktien Global“ und „Aktien Deutschland“ in diesem Zeitraum nur auf eine durchschnittliche Performance von 4,0 Prozent bzw. 8,8 Prozent kamen. Besonders erfolgreich im betrachteten Zeitraum waren Aktienfonds „Schwellenländer Lateinamerika“ mit einer Performance von 19,2 Prozent p.a., während Emerging Markets-Produkte mit der Ausrichtung Europa und Asien auf 11,3 Prozent p.a. und 10,8 Prozent p.a. kamen.

Ergebnisse Anleihefonds

Auch in der Kategorie der Anleihefonds haben in den vergangenen zehn Jahren vor allem die auf Schwellenländer spezialisierten Produkte ansprechende Ergebnisse erzielt. So übertraf die durchschnittliche Performance der Gruppen „Schwellenländer Global“ mit 9,0 Prozent p.a. und der „Schwellenländer Europa“ mit 5,0 Prozent p.a. die der herkömmlichen Fonds „Anleihen EUR“ und „Anleihen Global“ (3,6 Prozent p.a. bzw. 3,5 Prozent p.a.). Auf Sicht von fünf Jahren haben vor allem die „Schwellenländer Global“ mit einem durchschnittlichen Plus von 8,8 Prozent überzeugt, während die „Schwellenländer Europa“ nur auf 4,3 Prozent p.a. im Schnitt kamen und damit schlechter abschnitten als die „Anleihen Global“ mit 6,4 Prozent p.a. und in etwa den Durchschnittswert der „Anleihen EUR“ erreichten.

Die vollständige Analyse und andere Informationen finden Sie hier als PDF.

Scope ist die führende bankenunabhängige Ratingagentur in Europa mit Hauptsitz in Berlin.

Artikelbild: Wiki Commons. Containerterminal Tollerort im Hamburger Hafen © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons). Link.

 

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Der Autor

Thorsten Cmiel

Thorsten Cmiel ist Chefredakteur von Investment Alternativen. Der studierte Ökonom ist seit über 15 Jahren als Finanzjournalist und Buchautor tätig.