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Alternative Investments: Wider dem Durchschnitt

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1. März 2012

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Alternative Investments: Wider dem Durchschnitt

Klassische Investmentfonds sind Investments, die  eine Durchschnittsrendite erzielen wollen.  Alternative Investments sind anders konzipiert.

Der typische Long-Only-Fonds kann genau das: auf steigende Kurse setzen und in viele Wertpapiere eines Marktes investieren. Die gewählten Märkte können Aktienmärkte einzelner Länder oder Branchen sein; bei Anleihen sind Staatsbonds, Unternehmensanleihen etc. denkbar. Kaufen, Halten und Hoffen. Geht es mit dem gewählten Markt bergab, dann kann der Fondsmanager meist nur schwer gegenhalten. Das ist zwar auch in Grenzen möglich, indem der er seine Cashquote  erhöht, aber viele Investmentgesellschaften  fordern  ein volles Investment des Fondsvermögens; zudem muss der Manager Ab-und Zuflüsse handhaben. Das sollte jeder Anleger wissen, bevor er sein Kapital in klassischen Investmentfonds parkt.

Alternative Investments – flexibel und aktiv

Die Idee von Alternative Investments ist deutlich aktiver auf der Ebene der Manager konzipiert. Die Fondsmanager erhalten flexiblere Anlageregeln und dürfen bei vielen Fonds auch auf fallende Kurse setzen.  Während klassische Investmentfonds als Vergleichsgröße Indizes als Benchmark nutzen, versuchen Alternative Investments einen absoluten Wertzuwachs zu erzielen (Absolut-Return-Ansatz oder einen Target-Return-Ansatz). Das Versprechen lautet: Wir erzielen in jedem Marktumfeld eine positive oder eine bestimmte Rendite.

Die Manager von Alternative Investments setzen zudem überwiegend andere Instrumente und Strategien bei der Geldanlage ein. Dazu gehören Futures und Optionen, die mit einem Kapitalhebel (Leverage) ausgestattet sind. Viele Investmentfonds dürfen solche Instrumente nicht einsetzen.

Was diese Vehikel für Anleger bringen

Für Anleger ergibt sich aus diesen beiden Konzepten ein wesentlicher Unterschied für die eigene Strategie und den Einsatz der Instrumente. Während Alternative Investments – den regelmäßigen Kapitalertrag unterstellt – jederzeit gekauft werden können, muss der Käufer von klassischen Investmentfonds das Timing seiner Geldanlage beachten. Zu 90 Prozent ist der Investor bei klassischen Investmentfonds durch diese Entscheidung selbst für den späteren Ertrag verantwortllich.

Artikelbild: Pressefoto Europäisches Parlament – Kunst.

 

 

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Der Autor

Thorsten Cmiel

Thorsten Cmiel ist Chefredakteur von Investment Alternativen. Der studierte Ökonom ist seit über 15 Jahren als Finanzjournalist und Buchautor tätig.